KAY SAFONOV

七転び八起き – Fall seven times and stand up eight

Montag, der 11. September 2017
von Kay Safonov
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Ich habe den Fuji bestiegen

Der Titel nimmt im Grunde schon alles vorweg: Ich habe vorgestern den Fuji bestiegen. Und ganz ehrlich, ich kann nicht recht in Worte fassen was das für eine Erfahrung war, aber ich werde es trotzdem mal versuchen.

Ich habe Nagoya am Nachmittag verlassen. Mit dem Shinkansen ging es dann erst einmal nach Mishima (90 Minuten Fahrt, kostet in eine Richtung ca. ¥4000, aber mit dem Japan Rail Pass kann man ja Shinkansen fahren) und das war schon einmal großartig, denn ich bin noch nie Shinkansen gefahren (habe aber immer davon geträumt). Der Zug war sehr geräumig und bequem und man fühlt kaum etwas während man durch Japans wunderschöne Landschaft düst. Von Mishima aus habe ich dann den Fuji Kyuko Bus zum Bahnhof Kawaguchiko genommen (60 Minuten Fahrt, kostet in eine Richtung ¥2100) und von da aus dann den Bus zur fünften Bergstation des Fuji (55 Minuten Fahrt, Hin- und Rückfahrt kosten zusammen ¥2100). In diesem Bus habe ich dann auch meine ersten neuen Freunde gefunden – eine Gruppe von jungen Frauen die auch geplant hatten, den Fuji bei Nacht zu besteigen. Wir haben uns schnell zusammen geschlossen und darauf geeinigt zusammen zu wandern.

An der fünften Bergstation haben ich mir dann auch den berühmten Fuji-Wanderstock gekauft (mittlere Größe, kostet: ¥1300) und habe den „Eintritt“ für den Fuji bezahlt, der bei ¥1000 liegt. Also warum schreibe ich überall hin wie viel ich bezahlt habe? Weil mein Budget pro Tag eigentlich bei ¥2600 liegt und dieser Ausflug hat sowas von den Rahmen gesprengt. Der Fuji ist teuer und darauf war ich nicht vorbereitet, deswegen schreibe ich hier darüber, damit ich vielleicht jemand der in Zukunft hinauf steigt besser vorbereiten kann.

Also dann, gegen acht Uhr abends, ging es endlich los. Oh man. Wir haben uns dafür entschieden die Yoshida Route zu nehmen, da überall zu lesen ist, dass die Yoshida Route die einfachste und machbarste ist. Die Sonne war bereits untergegangen (also bring auf jeden Fall eine Stirnlampe mit, wenn du den Fuji besteigst!) und da es keine Bäume auf dieser Höhe gab, konnten wir die atemberaubende Aussicht über Kawaguchiko und Fuji-san Stadt bei Nacht genießen. Die sechste Bergstation haben wir dann auch locker flockig nach einer Stunde erreicht und es schien noch sehr einfach und es war noch nicht mal sonderlich kalt, deswegen waren wir alle sehr zufrieden mit uns selbst. Wir waren solche Idioten. Wir sind dann auch schnell weiter und nach der sechsten Station macht der Pfad eine Kurve und man wird mit der ersten Treppe konfrontiert und das ist der Punkt an dem man realisiert, dass man einen großen Fehler gemacht hat. An der sechsten Station habe ich mir außerdem die erste Marke in meinen Wanderstock brennen lassen (kostet ¥300).

Wir haben dann ungefähr 80 Minuten zur siebten Bergstation gebraucht und das war der Punkt an dem ich angefangen habe zu frieren. Ich habe mir für ¥300 ein paar Handschuhe gekauft, während sich die anderen etwas zu Essen gekauft haben und wir haben uns alle in die Station verkrochen um uns aufzuwärmen. Problem: Ich habe mir nichts zu essen gekauft, also hat man mich schnell aus der Station geworfen (es war sehr teuer, selbst was zu Trinken hat an die ¥600 gekostet und ich war absolut nicht hungrig). Ich habe den anderen gesagt dass ich draußen warte, aber ich begann sehr schnell zu frieren und zu zittern und sie haben sich echt Zeit gelassen mit dem Essen, also habe ich sie dort zurück gelassen (weil ich ein Arschloch bin) und mich zwei Belgiern angeschlossen. Ihre Namen waren Abdil und Frédéric und wir haben uns sofort super verstanden.

Abdil, Fred und ich sind dann in einem stetigen Tempo weiter bis zur achten Station geklettert, was unglaublich viel Zeit gedauert hat und ich habe ¥1000 in weitere Brandmarken investiert. Der Weg von der siebten zur achten Station war das Schlimmste. Es hat mich mehr an Freiklettern (oder Stiege wie im Elbsandsteingebirge) erinnert als an Wandern. Also solltest du den Fuji eines Tages besteigen, dann packe nicht zu viel ein, denn du musst auch sehr viel klettern. Ich habe auch ein bisschen bereut mir den Wanderstock gekauft zu haben, da es das Klettern erschwert hat, aber es war dann doch machbar.

Als wir dann endlich an der achten Station angekommen waren, waren wir todmüde. Fred war der fitteste unser Gruppe und ging immer ein Stück voran, während ich nicht weit hinter ihm folgte und Abdil hinter uns ein bisschen zurück blieb. An jeder Hütte hat Fred auf mich und Abdil gewartet bevor er weiter geklettert ist. Zu diesem Zeitpunkt war mir dann auch bewusst, dass es eine gute Idee war mich den beiden anzuschließen, da unser Tempo ziemlich gut zusammen gepasst hat und wir uns richtig gut verstanden haben, was auch sehr wichtig ist wenn du einen Berg besteigst der fast 4000m hoch ist.

Der Stieg zur neunten Station dauerte eine Ewigkeit. Abdil blieb immer weiter zurück und ich konnte meine Füße nicht mehr richtig spüren wegen der Anstrengung und der Kälte. Irgendwann waren wir alle so fertig, dass wir uns entschieden haben etwas Geld in Essen zu investieren um in einer Hütte Unterschlupf zu finden (obwohl wir selbst genug Essen dabei hatten). Wir haben uns Instant-Mais-Suppe in einem Plastikbecher für ¥500 gegönnt und durften 15 Minuten in der Hütte bleiben. Abdil hat in der Zeit ein kurzes Nickerchen gemacht und Fred hat mir einen seiner extra Pullover gegeben, da ich schon all meine Klamotten an hatte und immer noch gefroren habe. Er hat mir auch ein Paar seiner Hosen angeboten, aber ich habe nicht rein gepasst, weil er dünne Hühnerbeine hat und ich nicht.

Es war bereits vier Uhr morgens als unsere kurze Pause endete und die Sonne sollte gegen fünf Uhr aufgehen, weshalb wir uns den letzten Teil der Strecke wirklich hinauf kämpfen mussten um es noch zu schaffen. Und verdammt haben wir gekämpft. Fred ist wieder vor uns los gesprintet und ich konnte mich nur noch auf den nächsten Schritt konzentrieren. Abdil und ich sind eine Weile zusammen gelaufen, doch an einem Punkt hat er sich einfach hingesetzt und seinen Rucksack umarmt und gesagt, dass ich ohne ihn weiter gehen soll, was ich dann auch getan habe (und wieder, weil ich ein Arschloch bin).

Ich war also allein und konnte den Gipfel bereits sehen. Es hatte sich eine lange Menschenschlange gebildet, da alle den Gipfel vor dem Sonnenaufgang erreichen wollten. 200 Meter vor dem Gipfel waren dann auch schon Mitarbeiter die allen Wanderern zugerufen haben: „nur noch 200 Meter! Wenn ihr jetzt weiter klettert ohne anzuhalten, dann schafft ihr es noch bis zum Sonnenaufgang! Kämpft weiter! Es sind nur noch 30 Minuten! Ihr schafft das!“ Aber alles an was ich denken konnte, war wie schön sich ein warme Dusche doch anfühlen würde. Es waren nur noch knapp hundert Meter bis zum Gipfel, als der Himmel langsam begann sich rot zu färben. Ich habe mir an diesem Punkt gedacht: „nein. Du bist nicht neun Stunden diesen Berg rauf geklettert um dann 100 Meter vor der Spitze aufzugeben“, also bin ich mit meiner letzten Kraft los geeilt und habe den Gipfel erklommen. Ich habe mich hingesetzt, meine Kamera gezückt und das war der Moment, in dem die Sonne aufging. Das war außerdem der Moment in dem ich angefangen habe zu weinen. Nach drei Jahren bin ich endlich wieder in Japan und nach einem halben Jahr Planung und Training, habe ich, ein kleiner schwacher asthmatischer Streber, es dann tatsächlich auf die Spitze des Fuji geschafft. Das hat mich überwältigt und deswegen saß ich dort einfach nur und habe still geweint während die Sonne aufging.

Nachdem die Sonne aufgegangen war, habe ich mich dann auf die Suche nach Fred gemacht und ihn auch schnell gefunden. Wir haben uns angegrinst wie zwei Idioten und glücklich umarmt. Wir haben es geschafft. Danach haben wir uns erschöpft ans Geländer gestellt und die Aussicht genossen während der Himmel sich langsam blau färbte. Nach weiteren zwanzig Minuten stieß dann auch Abdil zu uns, zusammen mit einer der Frauen die in meiner ersten Wandergruppe war, und wir haben uns auch alle stolz und glücklich umarmt.

Ich habe mir dann noch die spezielle Sonnenaufgangs-Brandmarke für meinen Wanderstock für ¥400 gekauft und dann haben wir uns den Vulkan-Krater angesehen. Mit den ersten Sonnenstrahlen kam dann auch, zum Glück, sehr schnell Wärme zu uns und das habe ich echt gebraucht, denn mein ganzer Körper zitterte schon und meine Fingerspitzen hatten eine bläuliche Färbung angenommen.

Lange sind wir nicht auf dem Gipfel geblieben, wir sind auch nicht um den Krater gelaufen (was noch einmal eine Stunde gedauert hätte), weil wir zu müde und erschöpft waren. Abdil, Fred und ich sind dann gemeinsam zur fünften Station zurück gekehrt. Der Weg nach unten war ein anderer als der nach oben und wir brauchten ungefähr vier Stunden und wieder anzukommen. Der Abstieg war sehr rutschig und ich bin auch zwei mal hingefallen. Gegen 10 Uhr waren wir dann wieder an der fünften Station. Wir haben uns schnell was zu essen gekauft und dann haben wir gemeinsam den Bus nach Kawaguchiko genommen. Die Jungs sind dann auch sofort eingeschlafen, aber komischerweise fühlte ich mich gar nicht müde.

In Kawaguchiko haben wir uns dann verabschiedet und versprochen das wir in Kontakt bleiben und auch Witze darüber gerissen, dass wir uns von nun an jedes Jahr in Japan treffen und den Fuji besteigen. Es war vielleicht kraftraubend, aber es war es auf jeden Fall wert. Wahrscheinlich werde ich es sogar noch einmal tun. Weil ich ein Idiot bin.

Freitag, der 8. September 2017
von Kay Safonov
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Drei Jahre Später

Dienstag war echt seltsam. Ich bin aufgewacht, habe nebenbei meine zwei großen Koffer gepackt, ein bisschen mit Freunden gechattet und bin mit meiner Nachbarin einkaufen gegangen. Es hat sich wirklich nicht angefühlt als ob ich nach Japan fliegen würde. War ich nervös? War ich aufgeregt? Nicht wirklich. Ich war sehr gelassen. Nachdem ich drei Jahre hart auf diesen Tag zugearbeitet habe, konnte ich wirklich nicht glauben dass es endlich soweit war.

Am Nachmittag habe ich mich dann gemächlich auf den Weg gemacht und bin mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen gefahren. Ich bin angekommen, habe sofort meine Koffer gegen meine Boarding Tickets getauscht und hatte noch vier Stunden bis mein Flieger ging, aber die Zeit verging schnell und bevor ich es begriff, war ich an Bord meines Air China Flugs nach Peking. Ich habe den acht Stunden Flug damit verbracht zu lesen, Filme zu schauen und zu schlafen und plötzlich war ich in Peking und die Landung dort war phänomenal. Unser Flugzeug ist vorher noch über die Stadt und die Berge gekreist und da ich vorher noch in China war, war es echt cool alles so aus der Nähe zu sehen.

Ich hatte fünf Stunden Aufenthalt in Peking und es war großartig. Ich habe noch nie zuvor einen so schönen Flughafen gesehen und ich glaube, der lange Aufenthalt dort hat dafür gesorgt, dass ich keinen Jetlag bekommen habe, als ich später in Japan angekommen bin. In Deutschland hatte ich zehn Euro in fünfundvierzig Yuan getauscht und das Geld habe ich in Peking gegen ein kleines Souvenir und etwas erfrischendes zu trinken getauscht. Die Zeit ist schnell vergangen und schon war ich an Bord meines Fluges nach Nagoya. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon fast seit vierundzwanzig Stunden auf den Beinen, deshalb bin ich eingeschlafen kaum saß ich im Flugzeug und als ich wieder aufgewacht bin, waren wir schon fast in Japan.

Als ich das Flugzeug endlich verließ, hat sich ein großes Grinsen auf meinem Gesicht ausgebreitet. Ich habe es geschafft. Ich habe es tatsächlich geschafft! Und alles lief super problemlos ab. Ich habe schnell mein Geld getauscht und bin dann in in Kapsel Hotel am Flughafen eingecheckt (fertig mit Passkontrolle und Zoll war ich gegen zehn Uhr abends). Das Kapsel Hotel war der reinste Wahnsinn! Ich habe meine Koffer in ein Schließfach gepackt, eine lange Dusche genommen und habe mich in meiner Kapsel zufrieden eingekuschelt.

Am nächsten Morgen habe ich dann meinen Bestellschein gegen einen JR Rail Pass getauscht und bin mit dem Zug zum Hauptbahnhof in Nagoya. Wieder habe ich meine Koffer in einem Schließfach verstaut bevor es losging um Nagoya zu erkunden. Ich bin gemütlich durch die Stadt gelaufen und habe mir das Schloss in Nagoya angeschaut. Es war wirklich klasse!

Später habe ich meine Koffer wieder geholt und bin zur Sharebase in Nagoya gelaufen. Die Sharebase ist wirklich ein interessanter Ort an dem junge Leute zusammen arbeiten und entspannen und dort können bis zu vier Gäste übernachten. Ich habe mich mit den Leuten dort schnell angefreundet und wir sind gemeinsam Okonomiyaki essen gegangen am Abend.

Und jetzt bin ich in Japan. Ich kann es nicht fassen.

Freitag, der 28. Juli 2017
von Kay Safonov
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Zurück nach Japan

Seid gestern ist es offiziell: Ich habe meine Abschlussprüfung im zweiten Semester Japanisch bestanden! Und das bedeutet ich muss im September nicht in die Nachprüfung und das wiederum bedeutet ich habe den ganzen September über keine Uni, was bedeutet dass ich im September zurück nach Japan kann. Und zwar für einen ganzen Monat. AAAAAAAAAAAAA.

Nach Japan zurück zu kehren war schon immer der Plan. Aber jedes Jahr aufs Neue rückte dieser Plan wieder in die Zukunft. “Ich muss mich erst mal auf die Schule konzentrieren”. “Ich muss erst mal umziehen und mich auf das Studium konzentrieren”. “Ich habe kein Geld dafür”. “Ich habe keine Zeit dafür”. Doch jetzt ist Schluss damit. Denn ich habe die Zeit, das Geld und vor allen Dingen: den Plan.

Mein Plan ist relativ simpel im Kern, so wie jeder gute Plan. Ich fliege am 5. September nach Japan, komme am 6. September in Japan an und schlage bei meiner Gastfamilie ein Basis-Lager auf. Was im Grunde nur bedeutet, ich bleibe dort ein paar Tage und lasse meine Koffer dort, denn ich möchte ihre Gastfreundschaft auch nicht überstrapazieren. Wenn ich nicht bei meiner Gastfamilie bin, dann düse ich mit einem JR Rail Pass durch das Land und couchsurfe mich durch die Städte. Außerdem möchte ich den Fuji besteigen. Und zwar bevor die Saison am 10. September vorbei ist. Und Ende des Monats steht dann Manamis Hochzeit an. AAAAAAAAAAAAA.

Mir ist klar dass ich im Augenblick nur rum träume. Aber hey, Leute, vielleicht werden Träume Wirklichkeit?

Samstag, der 15. Juli 2017
von Kay Safonov
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Rotary Orientation – Japan und Korea Austausch 2017/2018

Und schon ist es wieder Juli und die Orientation für die Outbounds die nach Japan und Korea gehen steht wieder an. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Letztes Jahr um diese Zeit war ich das erste mal in Bonn und habe mir die Universität hier angesehen und jetzt ist das zweite Semester schon fast wieder vorbei.

Dieses Wochenende ist auf jeden Fall die Orientation für alle Austauschschüler in Deutschland die im Austauschjahr 2017/2018 mit dem Rotary Youth Exchange nach Japan oder Korea gehen. Vor ziemlich genau vier Jahren habe ich zum ersten mal an dieser Orientation teil genommen und zwar kurz bevor ich selbst nach Japan geflogen bin. Mittlerweile bin ich bereits das zweite Jahr in Folge als Rebound dabei und gebe mein Bestes den Outbounds und künftigen Gasteltern von Inbounds aus Japan und Korea weiter zu helfen.

Es ist wirklich eigenartig wieder im Kreis dieser Austauschschüler zu sein. Sie bringen eine Menge Schwung und Energie in mein Leben. Diejenigen, die gerade erst aus dem Ausland wieder gekommen sind, sind noch ganz aufgeregt und noch lange nicht wieder richtig in Deutschland angekommen. Die Gefühle, die sie haben, dass sie am liebsten wieder sofort zurück nach Japan/Korea fliegen wollen, kann ich immer noch gut nach voll ziehen. Es vergeht kein einziger Tag an dem ich nicht an Japan denke und mir wünsche, wieder zurückkehren zu können.

Auf der anderen Seite sind dann natürlich noch die Outbounds. Für manche von ihnen geht es in weniger als zwei Wochen schon ins Zielland und gerade auf dieser Orientation gibt es eine Menge Input für sie, dass sie entweder noch mehr begeistert oder sie einschüchtert. Sie stehen gerade erst ganz am Anfang ihrer rotarischen Reise und ich wünsche ihnen alles, alles Gute für ihren Austausch. Hoffentlich werden sie viele schöne Erfahrungen machen und viel lernen.

Die Community die sich in den letzten Jahren zwischen den Austauschschülern, die nach Japan und Korea gegangen sind, ist unglaublich. Wir sind inzwischen mehr als nur Freunde, wir sind eine kleine Familie, die jedes Jahr ein bisschen größer wird. Und ich bin so dankbar, von so großartigen Menschen umgeben zu sein und hoffe, ich kann auch ein kleines Stück zu dieser Community beitragen.

Sonntag, der 20. November 2016
von Kay Safonov
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Buchreihe: Ein Leben für das Spiel – All for the Game

All for the Game ist eine Buchreihe von Nora Sakavic aus den Jahren 2013 und 2014. Es handelt sich um eine Trilogie. Das erste Buch der Reihe heißt The Foxhole Court, das Zweite The Raven King und das Letzte The King’s Men. Nachdem ich Anfang des Jahres die lebensverändernde Buchreihe The Raven Boys von Maggie Stiefvater gelesen habe, saß ich eine Weile lang in einem Vakuum und habe nach einer neuen Buchreihe gesucht die mich wirklich fesselt – All for the Game hat das geschafft.

Protagonist der Buchreihe ist Neil Josten, ein Ausreißer der nur noch eine Sache hat, für die er leben kann – Exy. Exy ist eine fiktionale Sportart und am besten zu beschreiben als eine Mischung aus Rugby und American Football. Es klingt auf jeden Fall sehr brutal und als ob es einen ordentlichen Adrenalinschub verursachen kann. Neil ist ursprünglich zusammen mit seiner Mutter vor seinem Vater geflohen der ein großer Name in der organisierten Kriminalität ist und nur der Metzger genannt wird. Nachdem seine Mutter gestorben ist, versucht er einen Neuanfang an einer Highschool in Millport und tritt dem örtlichen Exy Team bei. Das Team selbst ist zwar nicht erfolgreich, aber Neils Begabung für Exy bleibt nicht unentdeckt. Er wird eingeladen den Palmetto State University Foxes beizutreten und damit in der Class I Liga zu spielen. Er nimmt an, auch wenn dieser Ruck in die Öffentlichkeit im Grunde sein Todesurteil ist, denn eigentlich ist er ja auf der Flucht.

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Als ich The Foxhole Court angefangen habe zu lesen, hat es schon eine ganze Weile gedauert, bis ich mich wirklich begeistern konnte. Die Buchreihe wurde mir, wie gesagt, vorgeschlagen nachdem ich The Raven Boys beendet hatte und auch wenn die Buchreihen sich ähnlich sind, sind sie doch ganz anders geschrieben. The Raven Boys legt einen großen Wert auf Ästhetik und Maggie Stiefvater hat einfach eine unglaubliche Begabung zum Beschreiben – sie kann einen Augenblick in die Unendlichkeit ziehen und es stört mich nicht. All for the Game wiederum wird vor allen Dingen durch die Dialoge getrieben und voran gebracht und durch die Figuren. Erst als ich die Figuren langsam kennen gelernt hatte beim lesen von The Foxhole Court und angefangen habe etwas für sie zu empfinden und sie anzufeuern, habe ich angefangen die Bücher zu verschlingen.

Die Figuren sind alle Wracks. The Palmetto State Foxes sind dafür bekannt problematische Jugendliche aufzunehmen und ihnen noch eine Chance zu geben. Alkohol- und Drogensucht sind noch das harmloseste Problem der Füchse, dazu kommen noch Sachen wie extreme Homophobie, Mord, Totschlag, Missbrauch, Vergewaltigung und die ganze Geschichte mit dem Ableger der japanischen Mafia der einen Teil der Füchse verfolgt. Die Bücher sind auch sehr explizit geschrieben, also sollte man davon die Finger lassen wenn man einen schwachen Magen hat. Neils Vater wird nicht umsonst der Metzger genannt. Er macht seinem Namen alle Ehre. In den ersten beiden Büchern ist vor allem Gewalt explizit beschrieben und im dritten Buch kommen dann noch explizite sexuelle Handlungen dazu.

Die Figuren haben auf jeden dafür gesorgt, dass ich die Buchreihe verschlungen habe und jetzt bereits ein zweites Mal verschlinge und wieder in mich aufsauge. Ich habe auch sehr das Bedürfnis die ganzen Füchse in Decken zu huscheln und ihnen heiße Schokolade zu machen und für sie zu kämpfen. Ich habe mich selbst am Ende als Fuchs gefühlt. Als Teil der Familie. Und deswegen mag ich die Buchreihe so sehr, weil sie einen mitreißt und eine Zuflucht liefert (gewissermaßen). Und ich mag wie unterschiedlich die Füchse sind und das Exy kein reiner Frauen- oder Männersport ist und die Spiele sind auch echt spannend geschrieben und ich habe das Bedürfnis Exy zu spielen. Man muss auch kein Sportfan sein um sich für die Buchreihe begeistern zu können, weil, wie gesagt, die ganze Reihe vor allem durch die Figuren getrieben wird.

Alles in Allem kann ich die Buchreihe also unter Vorbehalt weiter empfehlen, denn sie ist echt fesselnd aber eben auch sehr explizit. Es lohnt sich auf jeden Fall mal rein zu lesen. Meines Wissens nach gibt es die Buchreihe noch nicht auf Deutsch, aber die Kindle-Version ist auf Amazon echt spottbillig. Ich glaube die Bücher kosten jeweils ein bis zwei Euro maximal. Manchmal gibt es sie auch kostenlos. Die Sprache ist jetzt auch nicht extrem komplex, also man muss dafür nicht fließend Englisch verstehen können. Abschließend hier noch ein Fan-Trailer für die Buchreihe von YouTube:

 

Sonntag, der 13. November 2016
von Kay Safonov
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Zweiter Korea-Tag Bochum

Am 12. November fand an der Ruhr-Universität in Bochum der zweite Korea-Tag des Landesspracheninstituts mit Unterstützung der Korea Foundation statt und ich bin mit ein paar Freunden hingegangen. Der Weg nach Bochum war nicht so weit, wir sind zwei Stunden mit dem Zug gefahren und dann noch ein bisschen mit der Stadtbahn durch die Gegend getuckert und den Rest gelaufen. Ein bisschen kalt war es. Das war mein erstes Mal in Bochum und wie es sich gehört muss ich natürlich sagen: unsere Uni ist schöner. 

Das Programm klang wahnsinnig interessant und ich hatte mich auch schon ziemlich auf den Tag gefreut. Es gab Mini-Sprachkurse, Märchenstunden, Noraebang, Taekwondo-Vorstellungen und Workshops zu den Themen Tee-Zeremonie, traditionelle koreanische Musik, Trommeln, Dance Dance Revolution, Hanbok (mit Anprobe), Kalligraphie und K-Pop Dance. Leider war es dann nicht ganz so ideal, wie wir es uns erhofft hatten. Das Problem lag einfach in dem Anlauf: es waren einfach viel zu viele Menschen da und es war alles ziemlich unorganisiert. In viele der Workshops kam man gar nicht mehr rein, weil es schon zu voll war und in den Fluren musste man auch immer wieder auf Kuschelkurs gehen.

Ein weiteres kleines Problem war die große Anzahl an K-Pop Fans die nur K-Pop Fans sind und es in die Welt hinaus posaunen müssen. Wir wurden mehr als nur einmal überrannt. Außerdem hat man oft das Gefühl, dass sie die koreanische Kultur auf K-Pop begrenzen und das ist uncool. Sehr uncool. Besonders bei so einem Event. Die Hälfte der Leute hat sich benommen, als sei das ein BTS Konzert gewesen oder so. Eine Sache dazu noch: Zu K-Pop tanzen und singen in der U-Bahn klingt vielleicht lustig, belästigt aber nur die anderen Fahrgäste.

Wir hatten aber trotzdem Spaß, weil wir einander hatten. Außerdem kamen wir ja doch dazu einige Sachen auszuprobieren. Wir haben uns die Teezeremonie angeschaut und auch gekostet (und es war sehr gut), haben ein bisschen bei Dance Dance Revolution mitgemacht (was lustig war, weil Orange Caramel Lipstick und G-Dragon Heartbreaker), haben koreanische Zungenbrecher aufgesagt und dafür Poster bekommen, haben jede Menge Infomaterial vom koreanischen Ministerium für Tourismus bekommen und leckeres koreanisches Essen gegessen. Alles in Allem war es ganz ok. Ich hatte vor allem gute Gesellschaft.

Dienstag, der 25. Oktober 2016
von Kay Safonov
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Wieder vereint mit Manami

April war ja ein ziemlich beschissener Monat, denn da standen die Abiturprüfungen an. Um das ganze aber noch ein bisschen beschissener zu machen, bekomme ich zwei Tage vor der Geschichtsprüfung eine Nachricht von meiner Gastschwester Manami: Hey, ich bin gerade in Frankfurt. Tatsächlich wollten meine Gasteltern nicht, dass sie es mir eher sagt, damit ich mich auf das Lernen konzentriere und nur an meine Prüfung denke. Das ist sehr lieb, aber es hat mir auch das Herz gebrochen. Ich habe den Nachmittag damit verbracht mit Manami zu schreiben und mit ihr Fotos auszutauschen. Und ich habe Flüsse geweint. Auf jeden Fall, war sie damals geschäftlich in Europa unterwegs und auch nur zwei Tage in Frankfurt. Leider konnten wir uns nicht treffen, aber sie hat mir die stille Hoffnung zugesprochen, dass sie im Oktober wieder nach Deutschland kommt.

Überraschung, es ist Oktober. Und ich wohne in Bonn. Und Manami ist wieder geschäftlich unterwegs und ihr Chef hat erlaubt, dass wir uns nach ihrem Arbeitstag treffen dürfen! Yaas! Also bin ich gestern Abend um 9 nach Koblenz gefahren und zu Manamis Hotel gelaufen. Und da war sie. Wow. Das ist wirklich passiert, ich kann es immer noch nicht glauben.

Nach fast zweieinhalb Jahren habe ich endlich meine Gastschwester wieder gesehen. Leider hatten wir nicht viel Zeit, aber wir haben das beste draus gemacht: viel gequatscht, Geschenke ausgetauscht, uns viel umarmt und über alles gesprochen, was so in den letzten zwei Jahren passiert ist. Meine Gastmama hat Manami auch den ganzen Koffer voller Essen für mich gepackt und mir meine Lieblingssnacks organisiert und ich bin im Augenblick so unbeschreiblich glücklich, denn ich habe Manami wieder gesehen!

Nachts um 1 bin ich dann mit dem letzten Zug nach Bonn zurück gefahren und wow, Koblenz um neun Uhr abends ist einfach genau so wie Koblenz um ein Uhr Nachts.

Am 19. Oktober 2013, also vor fast genau drei Jahren, haben Manami und ich uns übrigens kennen gelernt. Wahnsinn, wie die Zeit verfliegt.

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Der 19. Oktober 2013 – Mein erstes Mal europäisches Essen in Japan und der Beginn einer wundervollen Freundschaft. Waren wir nicht süß damals?

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Wieder vereint in Koblenz nach fast zweieinhalb Jahren. 

Sonntag, der 23. Oktober 2016
von Kay Safonov
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Lesung und Gespräch mit Sung Suk-Je

Es wird kälter in Bonn und der Herbst ist in vollem Gange und was passt gut zum Herbst? Bücher. Am vergangenen Donnerstag fand im Lesesaal der Abteilung für Japanologie und Koreanistik eine Lesung mit anschließendem Gespräch mit dem südkoreanischen Autor Sung Suk-Je (auch Song Sokze genannt) statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Jun. -Prof. Dr. Hee Seok Park, der die Abteilung für Koreanistik an unserer Universität leitet.

Sung Suk-Je ist ein gut gelesener Autor in Südkorea, der auch schon einige Literaturpreise vorweisen kann. Er wurde 1960 in Sangju geboren und studierte ursprünglich Rechtswissenschaften, bis er die Poesie für sich entdeckte. Mittlerweile veröffentlicht er u.a. auch Romane und Kinderbücher. Das einzige ins Deutsche übersetzte Buch ist “Die letzten viereinhalb Sekunden meines Lebens und andere Erzählungen”.

20161020_173005Ich hatte vorher noch nichts mit Sung Suk-Je zu tun, aber da ich ja selbst schreibe, wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen aus dem Arbeitsleben eines professionellen Autors zu hören. Vorgelesen wurde aus dem neusten Buch des Autors, dass gerade frisch ins Deutsche übersetzt wurde. Einen endgültigen Titel hat es im Deutschen noch nicht, man tendiert aber wohl zwischen “Das Dorf am Fluss” oder “Majestätisch”. Die Handlung folgt einer Gruppe von gesellschaftlichen Außenseitern die in einem Dorf am Fluss (was? wirklich?) ein neues Zusammenleben begründen und deren Existenz dann von Großstadtgangstern bedroht wird. Ich fand, es klingt sehr spannend. Der Ausschnitt, der uns vorgetragen wurde, war sehr schön anzuhören. Sung Suk-Je schreibt sehr ästhetisch und intensiv beschreibend und das gefällt mir sehr.

Mein Highlight des Abends war definitiv das Autorengespräch das nach der Lesung stattfand. Beide, Sung Suk-Je und Prof. Park, hatten einen sehr guten Humor und es war wahnsinnig interessant die Antworten des Autors zu hören. Er hat sehr ausführlich und offen gesprochen, u.a. über Themen wie Arbeitsprozess, Inspiration, Übersetzung oder ob man denn Gangster kennen muss, um über sie schreiben zu können. Der Ausspruch des Abends war auf jeden Fall “ein Hoch auf die Übersetzer”. Dem kann ich mich nur anschließen. Übersetzer sind beeindruckende Menschen die allen Respekt verdienen.

Nach dem Gespräch gab es dann noch ein paar koreanische Snacks, nämlich Mandu und Kimbap und das war auf jeden Fall ein gelungener Abschluss des Abends und ich bin wahnsinnig froh, dass ich mich dazu entschieden habe die Lesung zu besuchen.

Mittwoch, der 5. Oktober 2016
von Kay Safonov
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Film: The Admiral – Roaring Currents

The Admiral – Roaring Currents oder auch Myeongnyang (명량) ist ein koreanischer Kriegsfilm aus dem Jahr 2014. Geschrieben wurde das Drehbuch von Jeon Chul-Hong und Kim Han-Min, letzterer war außerdem Direktor und Produzent des Filmes. Der Film erschien am 30. Juli 2014 in den koreanischen Kinos und hat eine Laufzeit von 127 Minuten. Bereits in den ersten zwölf Tagen nachdem der Film angelaufen war, wurde er von mehr als 10 Millionen Menschen gesehen und hat damit einen neuen Rekord aufgestellt. Außerdem überholte The Admiral – Roaring Currents den Rekord für den meist gesehensten Film in Korea, der ursprünglich bei 13 Millionen Zuschauern für den Film Avatar lag. 

battle_of_myeongryang_posterDer Film folgt der legendären Seeschlacht von Myeongnyang, die ungefähr im Jahr 1597 stattfand. Die Schlacht wird als der größte Erfolg des Admirals Yi Sun-Sin gefeiert, der es schaffte mit den verbleibenden zwölf Schiffen seiner Flotte die einfallende japanische Flotte von 330 Schiffen zu besiegen. Historisch schwanken die Zahlen der japanischen Schiffe zwischen 100 und 330, aber die anzahlmäßige Überlegenheit ist in jedem Fall gegeben. Im Film hat man sich für die extreme Zahl von 330 japanischen Schiffen entschieden.

Vor Beginn der Schlacht sind die japanischen Truppen natürlich äußerst optimistisch und gehen von ihrem Sieg aus, obwohl sie trotzdem Yi Sun-Sin auf keinen Fall unterschätzen wollen, denn sein Name ist bekannt und wird gefürchtet. Außerdem gibt es innerhalb der japanischen Truppen verzwickte Machtspiele und die verschiedenen Machthaber tragen noch eigene Zwiste untereinander aus. Währenddessen muss Yu Sun-Sin gegen die zunehmende Verzweiflung seiner Truppen ankämpfen. Immer mehr und mehr desertierten und ein Deserteur setzt sogar das letzte verbliebene Schildkröten-Schiff der Flotte in Brand und scheint damit das letzte bisschen Moral in der Truppe zu zerstören. Doch Yu Sun-Sin schafft es schließlich, auch mit radikalen und gewaltsamen Methoden, seine Männer zum Kampf gegen die Japaner zu bewegen und nutzt strategisch die gefährliche Strömung rund um Myeongnyang aus um die Japaner zu besiegen.

The Admiral – Roaring Currents ist teilweise ein sehr schwerfälliger Film. Die Atmospähre ist bedrückend und es fühlt sich an, als würde eine Ewigkeit vergehen, bis die tatsächliche Schlacht dann tatsächlich beginnt. Im Grunde weiß man ja von Anfang an, dass Yu Sun-Sin die Schlacht gewinnen wird, deswegen ist dieses Hinauszögern teilweise ein wenig übertrieben. Es gibt auch einige Szenen im Film, die nichts sind für Leute mit schwachen Nerven, denn immerhin ist es ein Kriegsfilm und es wird nichts beschönigt. Die eigentliche Schlacht wirkt ziemlich fantastisch und es fällt einem wirklich schwer zu glauben, dass Yu Sun-Sin das Ganze wirklich bewältigt hat, aber es basiert ja auf historischen Fakten. Wirklich beeindruckend.

The Admiral – Roaring Currents bleibt ein Film, den ich mir wohl nicht noch einmal in nächster Zeit anschauen werde. Er hat sich einfach viel länger angefühlt, als er wirklich war und zwar nicht auf eine positive Weise. Außerdem hat mir der Flow im Film gefehlt, es hat wirklich irgendwie am Zusammenspiel der einzelnen filmischen Elemente gehabert.

Zur Bewertung: 

Handlung [ 1 2 3 4 5 ]

Musik [ 1 2 3 4 5 ]

Gestaltung / Effekte [ 1 2 3 4 5 ]

Darsteller [ 1 2 3 4 5 ]

Filmgestalt im Ganzen [ 1 2 3 4 5 ]

Choi Min-Sik spielt den Admiral Yi Sun-Sin. In weiteren Hauptrollen sind außerdem zu sehen Ryu Seung-Ryong, Cho Jin-Woong, Kim Myung-Gon, Park Bo-Gum und Jin Goo.

Dienstag, der 4. Oktober 2016
von Kay Safonov
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Zweite Korea-Woche in Bonn

Vom 23. September bis zum 27. September fand in Bonn die zweite Korea-Woche statt. Organisiert wurde das ganze von der Außenstelle der südkoreanischen Botschaft in Bonn und der Bundesstadt Bonn. Ich habe davon eher zufällig erfahren, weil ein Flyer davon für die Leute die Begleitfach Koreanisch machen in unser Gruppe für die Erstis Asienwissenschaften gepostet wurde. Yay. Das Programm ging am Freitag mit einem Film los. “The Admiral – Roaring Currents” konnte im Kino Sternlichtspiele kostenlos angesehen werden. Allerdings musste man sich vorher per Mail anmelden, was ich dann auch gleich gemacht habe.

mini-img-20160924-wa0039Der Abend im Kino wurde eröffnet durch den koreanischen Generalkonsul der eine kleine Rede gehalten hat und uns die historischen Hintergründe zum Film näher erläutert hat. Im Film ging es um den Admiral Yi Sun-Sin und die legendäre Seeschlacht von Myeongnyang. Details dazu folgen aber Morgen in einem weiteren Blogpost.  Es war auf jeden Fall interessant. Im Kino waren vor allem Koreaner und auch ein paar Japaner und ich hatte einen angenehmen Abend. Interessante Randinfo, in Bonn wohnen mehr als 400 Koreaner.

Am nächsten Tag ging es dann auf dem Marktplatz von Bonn weiter mit einem interessanten Nachmittagsprogramm. Ich habe das ganze auch in unserem Gruppenchat von unserer K-Pop Tanzgruppe gepostet und siehe da, es hat jemand gesagt, dass er mich gerne dort treffen würde! Also habe ich an diesem Samstag Sasa kennen gelernt. Wir hatten eine Menge Spaß und haben unsere gemeinsame Liebe für Selfies und andere Dinge entdeckt und es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, die jetzt schon zwei Wochen andauert. Eigentlich bin ich nicht die Schnellste wenn es um das Schließen von Freundschaften geht, aber manchmal macht es einfach Klick. Ich liebe das.

mini-img-20160924-wa0018Das Programm an dem Nachmittag war auch echt interessant und wir hatten eine Menge Spaß bei den Vorführungen. Es gab tradionelle Tänze zu bestaunen, zwei verschiedene und extrem beeindruckende Taekwondo-Vorführungen und vor allen Dingen, jede Menge Vergnügen.

Danach ging es noch mal ins Kino. Zum einen gab es den Film “C’Est Si Bon” und zum anderen den Film “Dong-Ju – The Portrait of a Poet” zu sehen. Eigentlich waren die beiden Vorstellungen schon voll, aber wir durften warten bis es anfing und schauen ob noch zwei Plätze frei bleiben. Und ja, es waren Plätze frei! Also durften wir die beiden Filme schauen und ihr könnt ja mal schauen; ich habe dazu schon zwei Beiträge geschrieben. Bei “C’Est Si Bon” sind bei Sasa die Tränen geflossen und bei “Dong-Ju” bei mir. Es war ein wundervoller Abend.

Die zweite Korea-Woche in Bonn hat eine Menge Spaß gemacht und ich bin auf jeden Fall wieder dabei, wenn es nächstes Jahr wieder soweit ist. Ganz ist damit das koreanische Programm aber nicht abgeschlossen, am 20.Oktober hält der Autor Sung Suk-Je eine Vorlesung und steht dann zum Autorengespräch bereit. Sasa und ich sind ein bisschen in der Zwickmühle, weil zum gleichen Zeitpunkt auch die Ersti-Wilkommensfeier anfängt, aber mal schauen.

Kleiner Ausschnitt aus der musikalischen Vorstellung: 

Jeonju University Taekwondo Demonstration Team: