KAY SAFONOV

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Film: The Admiral – Roaring Currents

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The Admiral – Roaring Currents oder auch Myeongnyang (명량) ist ein koreanischer Kriegsfilm aus dem Jahr 2014. Geschrieben wurde das Drehbuch von Jeon Chul-Hong und Kim Han-Min, letzterer war außerdem Direktor und Produzent des Filmes. Der Film erschien am 30. Juli 2014 in den koreanischen Kinos und hat eine Laufzeit von 127 Minuten. Bereits in den ersten zwölf Tagen nachdem der Film angelaufen war, wurde er von mehr als 10 Millionen Menschen gesehen und hat damit einen neuen Rekord aufgestellt. Außerdem überholte The Admiral – Roaring Currents den Rekord für den meist gesehensten Film in Korea, der ursprünglich bei 13 Millionen Zuschauern für den Film Avatar lag. 

battle_of_myeongryang_posterDer Film folgt der legendären Seeschlacht von Myeongnyang, die ungefähr im Jahr 1597 stattfand. Die Schlacht wird als der größte Erfolg des Admirals Yi Sun-Sin gefeiert, der es schaffte mit den verbleibenden zwölf Schiffen seiner Flotte die einfallende japanische Flotte von 330 Schiffen zu besiegen. Historisch schwanken die Zahlen der japanischen Schiffe zwischen 100 und 330, aber die anzahlmäßige Überlegenheit ist in jedem Fall gegeben. Im Film hat man sich für die extreme Zahl von 330 japanischen Schiffen entschieden.

Vor Beginn der Schlacht sind die japanischen Truppen natürlich äußerst optimistisch und gehen von ihrem Sieg aus, obwohl sie trotzdem Yi Sun-Sin auf keinen Fall unterschätzen wollen, denn sein Name ist bekannt und wird gefürchtet. Außerdem gibt es innerhalb der japanischen Truppen verzwickte Machtspiele und die verschiedenen Machthaber tragen noch eigene Zwiste untereinander aus. Währenddessen muss Yu Sun-Sin gegen die zunehmende Verzweiflung seiner Truppen ankämpfen. Immer mehr und mehr desertierten und ein Deserteur setzt sogar das letzte verbliebene Schildkröten-Schiff der Flotte in Brand und scheint damit das letzte bisschen Moral in der Truppe zu zerstören. Doch Yu Sun-Sin schafft es schließlich, auch mit radikalen und gewaltsamen Methoden, seine Männer zum Kampf gegen die Japaner zu bewegen und nutzt strategisch die gefährliche Strömung rund um Myeongnyang aus um die Japaner zu besiegen.

The Admiral – Roaring Currents ist teilweise ein sehr schwerfälliger Film. Die Atmospähre ist bedrückend und es fühlt sich an, als würde eine Ewigkeit vergehen, bis die tatsächliche Schlacht dann tatsächlich beginnt. Im Grunde weiß man ja von Anfang an, dass Yu Sun-Sin die Schlacht gewinnen wird, deswegen ist dieses Hinauszögern teilweise ein wenig übertrieben. Es gibt auch einige Szenen im Film, die nichts sind für Leute mit schwachen Nerven, denn immerhin ist es ein Kriegsfilm und es wird nichts beschönigt. Die eigentliche Schlacht wirkt ziemlich fantastisch und es fällt einem wirklich schwer zu glauben, dass Yu Sun-Sin das Ganze wirklich bewältigt hat, aber es basiert ja auf historischen Fakten. Wirklich beeindruckend.

The Admiral – Roaring Currents bleibt ein Film, den ich mir wohl nicht noch einmal in nächster Zeit anschauen werde. Er hat sich einfach viel länger angefühlt, als er wirklich war und zwar nicht auf eine positive Weise. Außerdem hat mir der Flow im Film gefehlt, es hat wirklich irgendwie am Zusammenspiel der einzelnen filmischen Elemente gehabert.

Zur Bewertung: 

Handlung [ 1 2 3 4 5 ]

Musik [ 1 2 3 4 5 ]

Gestaltung / Effekte [ 1 2 3 4 5 ]

Darsteller [ 1 2 3 4 5 ]

Filmgestalt im Ganzen [ 1 2 3 4 5 ]

Choi Min-Sik spielt den Admiral Yi Sun-Sin. In weiteren Hauptrollen sind außerdem zu sehen Ryu Seung-Ryong, Cho Jin-Woong, Kim Myung-Gon, Park Bo-Gum und Jin Goo.

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