KAY SAFONOV

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Film: Dong-Ju – Portrait of a Poet

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Dong-Ju – The Portrait of a Poet ist ein Film der erst im Februar 2016 heraus kam und ich hatte die Möglichkeit ihn auf der Korea-Woche in Bonn mit englischen Untertiteln zu sehen. Direktor des Filmes war Lee Joon-Ik nach einem Drehbuch von Shin Youn-Shick, der den Film zusammen mit Kim Ji-Hyung produziert hat. Die Cinematographie stammt von Choi Yong-Jin. Der Film erschien am 18. Februar 2016 in den koreanischen Kinos und hat eine Laufzeit von 110 Minuten.

dongju-_the_portrait_of_a_poet-p1Im Film geht es um den koreanischen Poeten Yun Dong-Ju und um seinen Cousin und Freund Song Mong-Gyu. Bevor ich diesen Film gesehen hatte, hatte ich noch nicht von den beiden gehört und mit diesem Wissen im Hinterkopf, schreibe ich jetzt auch dieses Blogpost. Am Anfang des Filmes hatte ich das Gefühl, dass es eher Song Mong-Gyu ist, der die Initiative ergreift. Der Film spielt zur Zeit der japanischen Besatzung Koreas. Mong-Gyu zeigt früh schon seinen Kampfgeist für den Widerstand und beschäftigt sich zum Beispiel mit der Ideologie des Kommunismus. Im Laufe des Filmes muss er allerdings immer wieder harte Rückschläge einstecken und wird zunehmend zynischer und aggressiver.

Seinen Cousin und engen Freund Yun Dong-Ju möchte Mong-Gyu allerdings aus seinem Widerstandsleben heraus halten. Dong-Ju hat schon früh in seinem Leben seine Liebe zur Poesie entdeckt. Der ganze Film wird von seinen Gedichten begleitet und ich habe sie wirklich lieb gewonnen. Mit zunehmender Spielzeit wird es allerdings immer schwieriger für Dong-Ju seine Liebe ausleben, denn schon bald wird das unterrichten in koreanischer Sprache verboten. Daraufhin entschließt sich Dong-Ju nach Japan zu reisen um dort an einer Universität Literatur zu studieren. Auch Mong-Gyu zieht mit ihm zusammen nach Japan.

Der Film wechselt immer zwischen zwei Handlungssträngen. Der eine folgt Dong-Jus Leben chronologisch und gibt uns die Möglichkeit nachzuvollziehen, wie es zum zweiten Handlungsstrang gekommen ist. Im zweiten Handlungsstrang wird Dong-Ju in einem japanischen Gefängnis verhört und wegen Verrat verurteilt. Besonders interessant fand ich, dass der gesamte Film schwarz-weiß ist. Das hat dem ganzen eine ganz besondere, bedrückende Atmosphäre gegeben. Außerdem ist der Film zweisprachig und wechselt zwischen Koreanisch und Japanisch, auch das hilft sich besser hineinzuversetzen. Ich muss ganz ehrlich sein, ich bin im Film versunken. Ich war gefesselt und der Geschichte und der Handlung und habe am Ende auch ein wenig geweint, auch wenn ich das sonst eher nicht mache. Besonders nicht in der Öffentlichkeit. Im Kino. Aber ich hatte zum Glück eine Schulter an die ich mich lehnen konnte.

Zur Bewertung: 

Handlung [ 1 2 3 4 5 ]

Musik [ 1 2 3 4 5 ]

Gestaltung / Effekte [ 1 2 3 4 5 ]

Darsteller [ 1 2 3 4 5 ]

Filmgestalt im Ganzen [ 1 2 3 4 5 ]

Yun Dong-Ju wurde gespielt von Kang Ha-Neul und Song Mong-Gyu wurde gespielt von Park Jung-Min. Weitere Rollen wurden u.a. gespielt von: Kim In-Woo, Choi Hong-Ill, Choi Hee-Seo, Shin Hoon-Joo und Min Jin-Woong. Ich kann den Film auf jeden Fall empfehlen und werde ihn mir sicher noch einmal ansehen. Außerdem werde ich mir wohl die gesammelten Werke von Yun Dong-Ju zulegen, weil wie gesagt, ich habe mich in seine Gedichte verliebt.

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