KAY SAFONOV

七転び八起き – Fall seven times and stand up eight

Lesung und Gespräch mit Sung Suk-Je

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Es wird kälter in Bonn und der Herbst ist in vollem Gange und was passt gut zum Herbst? Bücher. Am vergangenen Donnerstag fand im Lesesaal der Abteilung für Japanologie und Koreanistik eine Lesung mit anschließendem Gespräch mit dem südkoreanischen Autor Sung Suk-Je (auch Song Sokze genannt) statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Jun. -Prof. Dr. Hee Seok Park, der die Abteilung für Koreanistik an unserer Universität leitet.

Sung Suk-Je ist ein gut gelesener Autor in Südkorea, der auch schon einige Literaturpreise vorweisen kann. Er wurde 1960 in Sangju geboren und studierte ursprünglich Rechtswissenschaften, bis er die Poesie für sich entdeckte. Mittlerweile veröffentlicht er u.a. auch Romane und Kinderbücher. Das einzige ins Deutsche übersetzte Buch ist „Die letzten viereinhalb Sekunden meines Lebens und andere Erzählungen“.

20161020_173005Ich hatte vorher noch nichts mit Sung Suk-Je zu tun, aber da ich ja selbst schreibe, wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen aus dem Arbeitsleben eines professionellen Autors zu hören. Vorgelesen wurde aus dem neusten Buch des Autors, dass gerade frisch ins Deutsche übersetzt wurde. Einen endgültigen Titel hat es im Deutschen noch nicht, man tendiert aber wohl zwischen „Das Dorf am Fluss“ oder „Majestätisch“. Die Handlung folgt einer Gruppe von gesellschaftlichen Außenseitern die in einem Dorf am Fluss (was? wirklich?) ein neues Zusammenleben begründen und deren Existenz dann von Großstadtgangstern bedroht wird. Ich fand, es klingt sehr spannend. Der Ausschnitt, der uns vorgetragen wurde, war sehr schön anzuhören. Sung Suk-Je schreibt sehr ästhetisch und intensiv beschreibend und das gefällt mir sehr.

Mein Highlight des Abends war definitiv das Autorengespräch das nach der Lesung stattfand. Beide, Sung Suk-Je und Prof. Park, hatten einen sehr guten Humor und es war wahnsinnig interessant die Antworten des Autors zu hören. Er hat sehr ausführlich und offen gesprochen, u.a. über Themen wie Arbeitsprozess, Inspiration, Übersetzung oder ob man denn Gangster kennen muss, um über sie schreiben zu können. Der Ausspruch des Abends war auf jeden Fall „ein Hoch auf die Übersetzer“. Dem kann ich mich nur anschließen. Übersetzer sind beeindruckende Menschen die allen Respekt verdienen.

Nach dem Gespräch gab es dann noch ein paar koreanische Snacks, nämlich Mandu und Kimbap und das war auf jeden Fall ein gelungener Abschluss des Abends und ich bin wahnsinnig froh, dass ich mich dazu entschieden habe die Lesung zu besuchen.

2 Kommentare

  1. WOW! I´m so jealous! Why can´t there be something interesting like that in Schneeberg?!?
    So cool! I´m going to check out his work soon, since I´m really in the mood for such stories right now. ^^

    Thank you for sharing this cool experience. ^^

    Greetings! Violetta. :3

    P.S.: It´s just a bit funny that there is a german paragraph in the text. ^^

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