KAY SAFONOV

七転び八起き – Fall seven times and stand up eight

Bonn Sweet Home

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Der Umzug ist offiziell geschafft. Gerade eben habe ich die letzten Sachen ins Regal einsortiert und Wahnsinn, wenn man alleine umzieht geht das viel schneller. Es hat nur zwei Tage gedauert bis ich wieder Herr über die Lage war. Das Anstrengendste vom ganzen Umzug war es definitiv all meine Sachen in unseren kleinen Fiat zu bekommen. Zwei Mal fahren war nicht drin, immer hin bin ich jetzt mehr als fünfhundert Kilometer von meiner alten Heimat entfernt. Der Abschied fiel mir nicht schwer. Mit meinen Eltern kann ich skypen oder telefonieren, das einzige Problem ist meine Katze: Sie kann nicht skypen und ich kann ihr nicht erklären, was gerade passiert. Ich werde meine Katze verdammt vermissen.

gomeihuatemp_mh1474574976098Am Mittwochvormittag sind wir also in Bonn angekommen. Mit wir meine ich mich und meine Mutter, irgendjemand muss das Auto ja auch wieder zurück nach Hause fahren. Zimmerübergabe lief völlig problemlos – mein Vermieter ist sehr nett und hilfsbereit.  Dann kam die wahre Herausforderung: all meine Sachen wieder aus dem kleinen Fiat heraus bekommen und in die vierte Etage tragen. So fertig war ich lange nicht mehr und meine Beine haben schon echt weh getan vom Fahren. Und dann  saß ich endlich in meinem Zimmer mit meinem ganzen Kram. Es ist ganz nett. 12 m². Ich habe einen Kühlschrank und ein Waschbecken, ein Bett, einen Schreibtisch und einen Kleiderschrank. Duschen und auch eine Badewanne sind über den Flur zu erreichen und auch eine Gemeinschaftsküche gibt es hier. Die Badezimmer sind ziemlich toll, weil sie sauber und gepflegt sind, die Küche dagegen eher nicht. Aber gut. Ich habe ja meinen eigenen Kühlschrank und eine Mikrowelle habe ich mir auch bestellt. Das wird schon. Außerdem bekomme ich von einem Freund noch einen Wasserkocher und wofür brauche ich dann die Küche?

Mittwoch sind wir in die Stadt gefahren, haben die nötigen Sachen gekauft die man zum überleben braucht und abends waren wir dann im Sushi Circle essen, aber dazu schreibe ich einen extra Beitrag. Ich habe meine erste Nacht auf dem Fußboden verbracht, weil meine Mama im Bett geschlafen hat. Ich bin dann früh auch gleich mal mit einem blauen Knie aufgewacht, weil ich wohl das Bedürfnis hatte im Schlaf die Wand zu verprügeln. Donnerstag dann noch gemeinsames Frühstück und mein erster Lebensmitteleinkauf und dann war ich alleine.

unbenanntZu erst war ich natürlich noch mit Sachen auspacken beschäftigt, aber dann habe ich schnell Lagerkoller bekommen und wollte raus. Mein Wohnheim liegt direkt am Fuß vom Venusberg und ich habe mich spontan dazu entschlossen den rauf zu klettern. Ich hätte eine Wasserflasche mitnehmen sollen. Es war dumm und unverantwortlich und ich habe aus meinem Fehler gelernt. Auf der Spitze des Berges liegt dann die Uniklinik Bonn. Dort habe ich dann meinen Nachmittag verbracht, nämlich bei der Blutspende. Der Flyer dafür kam mit der Rückmeldung der Uni und ich habe mir gedacht, ja, warum nicht. Mama scherzt, dass ich an meinem ersten Abend allein schon zu verzweifelten Mitteln gegriffen habe um an Essen zu kommen. So war es natürlich nicht. Es war aber eine gute Erfahrung und im Dezember mache ich es wieder. Die Menschen dort waren überaus freundlich, es gab Eis und gute Verpflegung und mir ist nicht mal schlecht geworden.

So viel also zu meinen ersten zwei Tagen in Bonn. Heute startet hier außerdem die zweite Korea-Woche und natürlich bin ich mit dabei. Wie es war, erfahrt ihr dann von mir danach.

4 Kommentare

  1. Schön, dass du angekommen bist und alles gut ging, aber du bist nicht allein, denn du bist doch unser Baby. Viele Grüsse, wir lieben dich!!

  2. Ich freu mich, dass alles gut gelaufen ist!!!

    Aber trinken is auch für die Spende wichtig! <3

    Aber echt lustig deine Mama, dass du zu verzweifelten mitteln fürs essen greifst! 😀

    LG! :*

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