KAY SAFONOV

七転び八起き – Fall seven times and stand up eight

Yonkyu Prüfung Aikido

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Fast genau ein Jahr nach meiner Gokkyu-Prüfung im Aikido war es wieder soweit. Prüfungen standen an. Im Gegensatz zum letzten Jahr, war es dieses Mal nicht so, dass mein Sensei gesagt hat, dass ich bereit bin. Dieses Jahr hat er in die Runde gefragt, wer sich bereit fühlt. Einige haben sich gemeldet, doch nur ich und unser Anästhesist haben sich zur Yonkyu-Prüfung im Aikido gemeldet. Das Dojo in dem ich jetzt noch trainiere ist das Ajia Undokai Vogtland und hier ist es so, dass man in verschiedenen Disziplinen trainieren kann und sozusagen einen Flatrate-Preis im Monat zahlt. Es ist ziemlich toll. Aber ich habe mich nun einmal ins Aikido verliebt, deswegen mache ich auch nur das.

fuji_judobelt__beltfujiorange__front__1Die Vorbereitung

Dieses Mal hatten wir nicht sehr viel Zeit uns darauf vorzubereiten, aber im Grunde bereitet man sich ja durch das Training vor. Zwei Wochen vor der Prüfung wurde im Grunde bekannt gegeben dass wir Prüfungen machen. Zumindest war das im Aikido so. Ich habe es gemacht wie im letzten Jahr auch schon, ich habe mir angesehen welche Techniken wir beherrschen müssen und fleißig mit dem Aikido-Kompendium gelernt. Leider konnte ich mit dem Anästhesisten selbst nicht trainieren, aber eine Freundin aus dem gleichen Dojo hat sich zur Verfügung gestellt und sich mit mir einen Nachmittag lang auf die Wiese geworfen. Zumindest Fallschule musste ich dieses Jahr nicht ganz so extrem trainieren wie im Jahr zuvor als noch alles Neu war.  Dafür waren die Techniken dieses Jahr um einiges Wichtiger und es war ziemlich anstrengend. Doch zum Glück waren die Abiturprüfungen schon durch und ich konnte mich ganz auf das Aikido konzentrieren, das hat mir einen gewaltigen Vorteil im Gegensatz zum letzten Jahr verschafft.

Die Prüfung

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA

Es war grauenvoll. Ich habe versagt. Der Anästhesist hat versagt. Wir haben beide versagt. Manche Techniken kannte er nicht und manche kannte ich nicht, doch zum Glück konnten wir uns gegenseitig ein wenig unter die Arme greifen. Ich bin froh dass wir beide gleich schlecht waren, denn so waren wir zumindest beide noch gleich. Die Prüfung hat auch sehr lange gedauert dieses Mal. Ich glaube länger als eine Stunde. Danach war ich wirklich fertig. Und zwar nicht nur körperlich, sondern auch mit den Nerven. Ich hätte am liebsten losgeheult.

Das Urteil

Mein Sensei hat einen sehr ernsten Blick. Selbst wenn er einen guten Tag hat. Deswegen ist es immer sehr schwer zu sagen was er gerade denkt. Doch an diesem Tag war ihm die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, genau so, wie mir glaube ich auch. Ich war wahnsinnig enttäuscht von mir. Eine Viertelstunde hat er uns zappeln lassen und dann verkündet: Ihr habt bestanden. Gerade so. Ich weiß ihr seid sonst besser. Das war wirklich scheiße.

 Jetzt bin ich also Träger des Yonkyu – der orangenen Gürtels – im Aikido. Ein paar abschließende Wort von meinem Sensei muss ich dazu aber noch einbringen: Der orangene Gürtel ist einer, in den man reinwächst. So fühlt es sich auch. Ich fühle mich noch ein wenig unwohl damit. Aber ich werde mein Bestes geben. Ganbarimasu. 

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