KAY SAFONOV

七転び八起き – Fall seven times and stand up eight

Review: Their Distance – 知らない、ふたり (Film)

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Their Distance bzw. 知らない、ふたり (Zwei Fremde) ist ein japanischer Film aus dem Jahr 2015 der auf dem Internationalen Film Festival in Tokyo Premiere gefeiert hat. In mein Blickfeld ist der Film gerückt, weil viele der Rollen durch Mitglieder meiner Lieblingsband aus Korea besetzt wurden – Nu’Est. Seit Anfang 2016 ist der Film zum streamen verfügbar und ab September 2016 gibt es schicke DVD-Box-Sets zu kaufen.

Two_Strangers-tpDer Film dreht sich um Reon, gespielt von Choi Minki alias Ren von Nu’Est. Reon arbeitet als Schüler bei einem Schuster. Er isst nie gemeinsam mit seinen Kollegen und spricht selten. Er macht allgemein einen sehr neutralen Eindruck, als ob er keine Gefühle ausdrücken kann. Sein Verhalten wird zurückgeführt auf einen Autounfall an dem er vor einiger Zeit beteiligt war. Er ist als Radfahrer über eine rote Ampel gefahren und ein Mann ist ihm gedankenverloren gefolgt und wurde überfahren. Der Mann, Arakawa Mikio gespielt von Serizawa Tateto, sitzt seit dem im Rollstuhl. Reon gibt sich die Schuld an dem Unfall und ist der Meinung, dass er deswegen keine Freude in seinem Leben verdient hat.

Eines Tages findet Reon während seiner Mittagspause die schlafende Han Sona, gespielt von Kan Hanae, auf einer Parkbank. Sie war sehr betrunken und ist auf dieser Bank gewissermaßen zusammengebrochen. Sona ist sehr mitgenommen, nachdem ihr Freund, Yoo Ji Woo gespielt von Kim Jonghyun alias JR von Nu’Est, ihr gestanden hat das er Gefühle für seine Japanischlehrerin, Koda Kanako gespielt von Kinami Haruka, besitzt. Haruka ist jedoch schon mit Tateto zusammen und so schließt sich der Kreis. Reon entwickelt währenddessen Gefühle für Sona und folgt ihr jeden Tag um sicher zu gehen, dass sie gut zu Hause ankommt. Was er jedoch nicht merkt, ist dass seine Arbeitskollegin Kokaze Akiko, gespielt von Yoyago Fumiko, ihm währenddessen auch folgt, denn Akiko hat Gefühle für Reon. Der Film ist also kein Liebesdreieck, sonder ein Liebes-clusterfuck.

Der Film läuft ziemlich langsam an und ist zweisprachig. Er wechselt immer zwischen Koreanisch und Japanisch, da die Hälfte der Schauspieler aus Korea kommt und auch ihre Rollen Koreaner sind. Vom allgemeinen Handlungsablauf ist der Film schon ein bisschen schwerfällig und langsam, aber auf liebenswürdige Art und Weise. Oft wird das Geschehene eines Tages aus verschiedenen Perspektiven wiederholt um unterschiedliche Sichtweisen zu schaffen. Alle Figuren haben auf diese Weise die Möglichkeit an Tiefe zu gewinnen und man lernt sie lieben in ihren Facetten und wünscht sich, wie der Film fortschreitet, dass alle einfach nur glücklich werden. Von der Qualität her ist der Film jetzt kein Megablockbuster. Die Sets und auch die Musik sind relativ einfach gehalten, aber das gibt dem Film einen besonderen Charakter. Es ist ein Film den man auch mal unterbrechen kann und zu einem späteren Zeitpunkt weiterschauen kann, aber es ist auch nicht so das man sich langweilt. Besonders gegen Ende des Filmes fesselt es einen dann doch und man fragt sich, was wird geschehen?

Für Freunde von einem Happy End ist der Film jetzt nicht unbedingt etwas, da das Ende sehr offen ist. Auch wenn man dann doch darüber lächeln kann. Ich kann den Film aber trotzdem empfehlen, wenn man mal was Ruhiges zwischendurch braucht.

 

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