KAY SAFONOV

七転び八起き – Fall seven times and stand up eight

Zurück in Deutschland

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In den letzten Monaten in Japan habe ich leider nicht mehr sonderlich aktiv Blog geschrieben, aber es war eine unvergessliche Zeit. Großer Höhepunkt war auf jeden Fall das Suzuran-Fest – das Berglilien-Fest. In der Schule haben wir das Fest eine ganze Woche vorher schon vorbereitet. Die Aufgabe meiner Klasse war es Pommes zu verkaufen und dafür mussten wir einen Stand bauen und Werbung machen. Es war ziemlich spaßig, vor allem, weil wir keinen regulären Unterricht mehr hatten.

KnYwnM9ODas Berglilien-Fest war ein gelungener Abschied. Drei Tage lang hat meine Schule gefeiert und ich konnte mich von allen verabschieden. Es gab zum Beispiel auch ein Gruselhaus und eine Mode-Show organisiert vom Fashion-Club. Der Star des Fashion-Clubs war übrigens Kaito, aber auch Yuna, Haru und Ikkei waren Mitglieder. So im Nachhinein hätte ich wahrscheinlich eher diesem Club beitreten sollen, aber jetzt kann ich auch nichts mehr daran ändern und ich habe das Ganze lange genug bereut. Zwei Jahre sind inzwischen vergangen und Kaitos Bild hängt immer noch in meinem Zimmer. Er ist das Einzige was ich aus meinem Austausch bereue. Er wird auf ewig mein „Was wäre wenn?“ bleiben.

In meiner letzten Woche in Japan musste ich nicht in die Schule und das hat mir noch einmal die Möglichkeit gegeben mich bei allen, die mir ans Herz gewachsen sind, zu verabschieden. Sydney, Olga, Belinda, Maiko… Ich werde sie alle vermissen. Ich habe außerdem auch jeder meiner Gastfamilien einen Brief geschrieben und mich verabschiedet. Den meisten Familien habe ich diesen Brief auch persönlich übergeben und mich noch einmal so verabschiedet, nur bei meiner vermeidlich letzten Gastfamilie habe ich das nicht geschafft.

Die letzten Monate bei Familie Kitazawa zu verbringen hat auch seinen Teil getan, dass ich jetzt so positiv auf Japan zurückblicke, denn sie sind Familie geworden. Noch heute schreibe ich regelmäßig mit meiner Gastmutter Mails und wir schicken uns Weihnachten und zu den Geburtstagen Geschenke. Manami ist mittlerweile verlobt und Yuri wird bald heiraten. Ihr Bruder ist im März 2016 zum zweiten Mal Vater geworden. Seine zwei Söhne, Ritsuko und Taro, sind wahnsinnig niedlich und ich freue mich immer von ihnen Fotos zu bekommen. Meine Gastmutter, meine Okaasan, schreibt mir außerdem regelmäßig dass ich jederzeit zu ihnen kommen kann. Ich muss nur den Flug bezahlen und dann holen sie mich ab und kümmern sich um alles Weitere. Ich hoffe, dass ich dieses Angebot bald annehmen kann.

Heute sehe ich viele Dinge anders als kurz nach dem Austausch oder auch ein Jahr nach dem Austausch. Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben. Ich vermisse Japan jeden Tag und muss jeden Tag mindestens einmal daran denken. Dieses Austauschjahr hat mich verändert. Ich bin jetzt ein anderer Menschen und ich weiß eins: Ich werde zurückkehren.

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