KAY SAFONOV

七転び八起き – Fall seven times and stand up eight

Januar 2014

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 3. Januar

mini-g 003… oder besser gesagt: eine frohe neue Sherlock-Serie! Zwei Jahre sind vergangen und in einer Woche wird schon wieder alles vorbei sein. Na ja, BBC Sherlock ist das Leiden wert. Dafür sind die drei Folgen ja eher wie drei Filme. Und die erste soll schon einmal richtig gut werden. Kann kaum darauf warten sie endlich zu sehen.

Weihnachten habe ich mich ja nicht gemeldet, aber es war auch ganz unspektakulär. Und jetzt sind Ferien! …bis nächsten Dienstag. Und dann nur noch zwei Monate Schule bis zu den Trimesterferien. Ach, ich kann kaum warten. Ferien sind schon eine große Freude des Lebens. Egal in welchem Land. Also, ja, Weihnachten! Am 24. habe ich für meine Gastfamilie Königsberger Klopse ohne Kapern in der Kapernsoße gekocht, quasi als kleines Geburtstagsgeschenk und dann bin ich auch schon ins Bett.

Dafür bin ich dann um 2 Uhr Nachts aufgestanden und habe mit meiner Familie und Freunden in Deutschland Heiligabend verbracht via Skype. Das war toll, bis zu dem Punkt an dem Skype ausgefallen ist und ich plötzlich alleine um 3 Uhr morgens in der Kälte des Wohnzimmers saß und mich fragte was ich hier tue. Am 25. hat dann Manami das Abendessen bereitet: Entenbraten. Oh, ich habe mich schon so lange nach gutem Fleisch gesehnt. Ich meine, Fisch ist auch toll... aber Fleisch! 

mini-g 015Und jetzt zum Silvesterabend. Es gab traditionelles Essen, viel Fisch, Krabben, süße Bohnen, leckere Nüsse usw. Was für einen Abend ganz in Ordnung ist, aber Tradition sagt auch wir müssen das die kommenden drei Tage essen. Den Abend haben wir eigentlich damit verbracht das kleine Baby der Familie zu bewundern, weil es so niedlich ist und eine japanische Musiksendung zu schauen. Auch Tradition und hat sehr viel Spaß gemacht. Kurz vor 12 Uhr lag dann schon die halbe Familie im Bett und ich bin mit meinen beiden Schwestern Manami und Yuri zu einem nahe gelegenen Tempel gegangen. Dort ganz unspektakulär ein wenig Reisgetränk getrunken und ein bisschen gebetet bis dann irgendjemand festgestellt hat: Oh, es ist Neujahr. Dann sind wir noch in den Tempel gegangen und haben uns einen heiligen Gesang und eine kleine Ansprache vom buddhistischen Mönch angehört. Danach war ich irgendwie einfach nur glücklich. Und um 1 Uhr lag ich dann auch schon wieder im Bett. Ausnahmsweise gab es Frühstück an Neujahr erst um 8 Uhr und nicht um 7 Uhr wie gewohnt. Das war toll.

Neujahr sind wir dann früh noch einmal in einen anderen Tempel gefahren. Dort haben wir eine Runde gebetet und uns unser Glück voraussagen lassen in dem wir Zettel gezogen haben. Ratet mal wer das größte Glück dieses Jahr haben wird? Genau! Katia! Yay. Nachmittag ist die Familie dann noch einmal zu einem anderen Teil der Familie gefahren, aber ich bin zu Hause geblieben. Ich war müde und meine Gastfamilie braucht bestimmt auch ein bisschen Familienzeit für sich.

Gestern ging dann regulär die Arbeit wieder los für die meisten und mit der Arbeit kamen extreme Rabatte, bis zum 4. Januar glaube ich. Die sind richtig toll. Ich habe sie gleich mal genutzt um meinen ersten Großeinkauf an Ohrputzern und Deo zu machen. Ich hoffe ihr alle seid auch gut ins neue Jahr gerutscht und hattet eine tolle Feier und habt eure Zeit verbracht mit Menschen die ihr mögt! Ich wünsche euch allen ein wunderschönes, großartiges neues Jahr! (Und eine neue Serie Sherlock!) 

4. Januar

mini-Neujahr 0702014 beginnt also schon einmal sehr gut. Wenn 2014 so weitermacht, na dann kann es doch mal was werden! Gestern ging es zusammen mit Annika (wohnt in der Nachbarstadt und macht Work & Travel), Tamara (Austauschschülerin aus Frankreich) und Kathrin(Annikas Freundin die zurzeit aus Deutschland zu Besuch ist)in das schönste Dorf in Japan. Zumindest hat das Schild am Dorfeingang das behauptet, aber es war wirklich schön.

Im kleinen Dorf Kiso gibt es also tatsächlich noch komplette Gebäude aus der Edo-Zeit. Die Edo-Zeit war zwischen 1603 und 1868 und wurde benannt nach der Hauptstadt Edo (heute Tokyo). Oder auch die längste ununterbrochene Friedensperiode eines Landes in der Neuzeit weltweit.

Ja, zurück zum Dorf. Dort haben wir uns allerlei angeschaut. Gebäude, hübsche kleine Läden und ja. Es war herzallerliebst! Nach zwei kleinen Touren sind wir dann auch an einen Fluss gelaufen mit gewaltigen Felsformationen und ratet Mal was wir gemacht haben? Richtig, wir sind geklettert! Das hat so gewaltig viel Spaß gemacht.  Danach ging es noch zu Annika nach Hause, wir haben mit ihren Gasteltern Wii gespielt und ein leckeres Abendessen gegessen. Es war definitiv ein gelungener Tag und ein großartiger Start ins Jahr 2014. Außerdem habe ich endlich mal wieder eine Katze gesehen und gestreichelt. Win, so much Win!

19. Januar

mini-Snow Monkey 014Am Samstag dann das erste Treffen im neuen Jahr mit den anderen Austauschschülern. Und ich musste dieses Mal ohne Itou Masaki hinfinden und ich habe es geschafft. Nach knapp 2 1/2 Stunden bin ich in Matsumoto angekommen und habe die anderen getroffen, dieses Mal waren neben den Inbounds (Austauschschülern die zur Zeit im Austausch sind) auch die Outbounds (Austauschschülern die noch nicht im Austausch waren) dabei und es hat eine ganze Menge Spaß gemacht! Unser Japanisch ist es jetzt auch so weit gut, das wir uns problemlos mit den Japanern unterhalten können und unseren Spaß haben können.

Von Matsumoto aus ging es dann nach Nagano-Stadt. Dort haben wir uns den berühmten Tempel Zenkoji angesehen. Und das am Tempel sind übrigens keine Hakenkreuze, sondern Swastikas – Symbole aus dem Buddhismus für Glück. Die gab es eher. Dort war es auf jeden Fall wie immer sehr schön und das besondere an diesem Tempel: Unterirdisch konnte man einen Gang entlang gehen der absolut nicht beleuchtet war. Die Legende besagt zum einen, wer wieder heraus kommt ist ein guter Mensch und zum anderen, wer einen Ring berührt der wird Glück haben. Ich bin wieder raus gekommen und habe tatsächlich einen Ring berührt.

Danach ging es dann erst einmal etwas Essen. Mmm, Pizza. Gute Pizza in einem Family Restaurant, einfach ein Traum. Und zum Nachtisch habe ich Süßkartoffel mit Ahornsirup gegessen, das war auch sehr lecker und vor allem sehr interessant nachdem wir auf die Idee kamen, da noch Tabasco drauf zu packen. Challenge accepted. 

Nach dem Essen ging es dann zum eigentlichen Ziel dieses Treffens: In die Berge. Denn tief in den Bergen von Nagano verborgen gibt es einen besonderen Onsen, also eine heiße Quelle, in der Affen baden. Nach einer schönen Winterwanderung durch den Schnee, den es bei uns im Tal leider immer noch spärlich gibt, sind wir dann auch dort angekommen. Die Affen waren einfach herzallerliebst anzusehen wie sie da saßen im Warmen, während wir gefroren haben. Wie immer. Die Affen sind einem auch richtig nahe gekommen, man hätte sie anfassen können… wenn man wollte.

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