KAY SAFONOV

七転び八起き – Fall seven times and stand up eight

April 2014

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17. April

Einen wunderschönen Guten Tag! Ich lebe tatsächlich noch. Wer hätte das gedacht? Ich glaube, das war jeden Falls ein Rekord für Abwesenheit, aber ich mache das jetzt auch gleich dreimal wieder wett. Das letzte Mal habe ich etwas hören lassen von mir kurz nach der Ski-Tour. Der Schmerz des Abschieds hat mittlerweile doch nachgelassen, wird aber keines Weges vergessen. Schmerz verlangt es gefühlt zu werden. Das ist zum Beispiel geschehen in den letzten drei Wochen: Ich habe endlich The Fault in Our Stars (oder der schreckliche deutsche Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter) gelesen. Meine Reaktion auf das Buch fällt ähnlich aus wie jedermanns Reaktion auf das Buch: Es hat mein Leben zerstört. Trotzdem kann ich es kaum abwarten, bis der Film im Juni in die Kinos kommt.

mini-002Mein Geburtstag ist außerdem geschehen. Sweet Seventeen. Ein relativ ereignisloses Ereignis, also lasst uns nicht darauf beharren. Und dann bin ich auch schon wieder umgezogen. Zum letzten Mal (hoffe ich oder auch nicht). Alles hat mittlerweile diese seltsame Stimmung des Abschieds. Obwohl ich noch ganze 3 Monate hier in Japan habe! Aber die Zeit vergeht eben auf seltsame Weise hier im Austausch. Mit meiner neuen Gastfamilie… na ja, es könnte besser laufen.

Aber ich bin mittlerweile darüber hinweg, mir deswegen das Leben schwer zu machen. Es gibt mittlerweile einfach genug andere Aspekte von meinem Leben hier, die das ausgleichen. Ich kann Japanisch mittlerweile, ich würde sogar soweit gehen und sagen: Ich kann Japanisch ganz gut. Außerdem habe ich Freunde gefunden, auch welche die in meiner Nähe wohnen (das war ja schon in Deutschland eine Herausforderung!). Ich kann mich auch ganz gut beschäftigen. Mit Hobbys und so. Ich mache jetzt jeden Mittwochabend Ikebana, die Kunst Pflanzen schön in eine Vase zu stecken. Überraschender Weise scheine ich das sogar ganz gut zu können.

Ok, ich weiß, ich habe geschrieben, ich mache es dreimal wieder wett, dass ich mich solange nicht gemeldet habe. Aber hier ist die Wahrheit, das kann ich nicht. Denn im Augenblick passiert eben einfach nichts, dass ich unbedingt mit der Welt teilen muss, weil es so grandios awesome ist. Ich könnte euch Romane darüber schreiben, wie ich meine Schule mittlerweile blind kenne und weiß, in welchem Klassenzimmer man zu welcher Freistunde schlafen kann. Aber das will keiner lesen, der nicht selbst nach Akaho geht.

In zwei Wochen gibt es wieder ein Treffen mit den anderen Austauschschülern, aber nicht mal das wird groß erwähnenswert, denn sie kommen nach Komagane. Und dann fahren wir eine Runde Seilbahn und besuchen die Sprachschule, in der Olga arbeitet. Aber sonst… Nope, eigentlich nichts. Mir geht es gut. Das ist Alles für heute.

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